Robert Winter (ca. 1500-ca. 1554)

(Auch: Chemerinus, Chimerinus; Ruprecht)

Biographie: Geb. um 1500; stammte aus Kaufmannsfamilie. Am 6.6.1518 zu Safran, am 12.5.1521 zum Schlüssel zünftig. War verheiratet mit Anna Nachpur. Laut Benzing assoziierte sich Winter um 1535 mit Balthasar Lasius, Thomas Platter und Johannes Oporin zu einer Druckergemeinschaft, die bis 1544 bestand. Viele der Drucke sind jedoch nur von Platter/Lasius bzw. nur von Winter gezeichnet, so dass anzunehmen ist, dass auch getrennt gedruckt wurde. Der erste mit "Winter" firmierte Druck erschien im März 1537. Winters Druckermarke war die Minerva (Heitz/Bernoulli, S. 90f.); sie wurde auch in der Zeit der Druckergemeinschaft verwendet (offenbar als Verlagsmarke). 1546 stellte Winter die Produktion ein. Er muss zwischen 1550 und 1556 gestorben sein (Benzing: um 1553, Wolkenhauer: um 1554). Die Offizin übernahm sein Schwager Johannes Oporin.

Wirkungszeit: 1533-1546

Standort(e) der Offizin: Haus zum schwarzen Bären, (Teil von) Petersgasse 13/15

Druckermarke(n) (auch der Druckergemeinschaft Winter-Platter-Lasius):

Motto: Tu nihil invita dices facies've Minerva (Hauptmotto)

Vorgänger: -

Nachfolger: -

Kooperationen: ca. 1535-1544 mit Balthasar Lasius u. Thomas Platter, anfangs auch mit Johannes Oporin; 1540 mit Bartholomäus Westheimer.

Programmschwerpunkte: Lat. Ausgaben griech. u. röm. Klassiker, Lehrbücher, Kommentare; druckte hauptsächlich in lat. u. griech., vereinzelt in dt. Sprache


Literatur:
• Benzing, 1982, S. 37
• Heitz/Bernoulli, 1895, S. XXXII u. 90f.
• Koelner, Safranzunft, S. 423
• Reske, 2007, S. 74
• Wolkenhauer, 2002, S. 338ff.